Hypnose bei Krebserkrankungen

Bessere Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie

Unruhe reduzieren und Symptome mit Hypnose lindern

Hypnose bei Krebs Hannover
Hypnose bei Krebs Hannover

Während einer Krebserkrankung kommt es häufig zu einer besonderen körperlichen, psychischen und sozialen Belastung. Hypnose und Selbsthypnose können eine wirksame Unterstützung sein, um diese Belastungen zu lindern und Stress zu reduzieren.

In verschiedenen Anwendungsbereichen konnten positive Effekte insbesondere bei der Linderung folgender körperlicher Symptome beobachtet werden:

  • Schmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Atemnot
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Inappetenz (Appetitlosigkeit)
  • Fatigue (tumorbedingte Müdigkeit)

Psychische Symptome wie Verzweiflung, Angst, Klaustrophobie oder Panik – beispielsweise durch beengende Fixationsmasken bei

einer Strahlentherapie – sowie Schlafstörungen können durch Hypnose, Hypnotherapie bzw. Hypnosetherapie gelindert oder reduziert werden.

Bei Schmerzen können körperliche, emotionale, kognitive und intuitive Einflüsse dazu beitragen, dass die Schmerzreaktion als unverhältnismäßig stark oder auch schwächer wahrgenommen wird.

Behandlungen mit Chemo- oder Strahlentherapie werden mit hypnotherapeutischer Unterstützung von vielen Patienten als besser verträglich erlebt.

Durch Selbsthypnose können mithilfe innerer Bilder oder gezielter innerer Sätze Ängste reguliert oder Schmerzen in den Hintergrund treten.

 

Visualisieren und Immunsystem

Unsere inneren Vorstellungen können eine messbare Wirkung auf den Körper haben. Die eigene Vorstellungskraft kann dabei einen entscheidenden Einfluss auf Prozesse der Bewältigung und Heilung haben.

 

Visualisierung und Imagination

Für das Gehirn sind Vorstellungen real: Es werden dabei die gleichen neuronalen Netzwerke aktiviert wie in tatsächlich erlebten Situationen.

Selbstwirksamkeit - Glaube an die eigene Fähigkeit

Der Krebspatient kann zur Genesung beitragen

Die Therapie einer Krebserkrankung sollte nicht ausschließlich aus einer körperlichen (somatischen) Behandlung bestehen. Vielmehr ist es von besonderer Bedeutung, dass nicht nur die Erkrankung Krebs behandelt wird, sondern der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt steht. Dieser besteht aus Körper, Geist und Seele.

An dieser Stelle können auch Sie als Krebspatient aktiv zu Ihrer Genesung beitragen. Es geht um Ihre Selbstwirksamkeit. Darunter versteht man den Glauben an die eigene Fähigkeit, durch Planung, Organisation und Durchführung bestimmter Handlungen gewünschte Ziele zu erreichen. Selbstwirksamkeit bedeutet somit, darauf zu vertrauen, mit dem eigenen Handeln eine positive Wirkung erzielen zu können.

Dieser Glaube kann in vielen Lebenssituationen von großer Bedeutung sein. Gerade im Zusammenhang mit dem körperlichen Wohlbefinden und dem Verlauf einer Krebserkrankung ist es wichtig, die Hoffnung nicht zu verlieren und sich auch die Möglichkeit eines guten Krankheitsverlaufs bewusst zu machen.

Ein Zuwachs an wahrgenommener Selbstwirksamkeit kann Stress reduzieren und zu einer verbesserten Immunaktivität beitragen, wodurch das Immunsystem gestärkt werden kann. Die Förderung Ihrer Selbstwirksamkeit kann durch Hypnose in Hannover unterstützt und gestärkt werden.

Während der Hypnose kann das vegetative Nervensystem zur Ruhe kommen. Dadurch können verborgene innere Kräfte geweckt, gebündelt und mobilisiert werden. Dies kann zu einer verbesserten Fähigkeit führen, belastende Symptome und herausfordernde Situationen, die im Verlauf einer Krebserkrankung auftreten, besser zu bewältigen.

Zudem können während der Hypnose die Selbstheilungskräfte aktiviert werden, die Sie bei der Bewältigung Ihrer Krebserkrankung unterstützen können.

Hypnose in der Palliativmedizin

Der Begriff palliativ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „mantelartiger Überwurf“. In der Palliativmedizin geht es vorwiegend um die Linderung von Symptomen und daraus resultierend um die Bewahrung beziehungsweise Verbesserung der Lebensqualität. Eine verbesserte Lebensqualität kann sich wiederum positiv auf die Lebensdauer auswirken.

Durch Hypnose und erlernte Selbsthypnose kann der Patient wieder mehr Kontrolle über seine Symptome erlangen und seine Selbstwirksamkeit stärken.

Hypnose ist auch in der Palliativmedizin keine „alternative“ Methode, sondern allenfalls komplementär (ergänzend) oder als „Off-Label-Use“ (zulassungsüberschreitende Anwendung) zu verstehen.

 

Parallelen zwischen Hypnotherapie und Palliativmedizin

Zwischen Hypnotherapie und Palliativmedizin bestehen mehrere Parallelen:

  • Beide haben eine sehr alte Tradition in Intention und Methodik.

  • Die palliative Medizin war historisch gesehen die ursprüngliche Intention medizinischen Handelns – lange bevor kurative, präventive und rehabilitative Ansätze entstanden.

  • Trancephänomene wurden seit jeher als Methode in Heilungsritualen eingesetzt (z. B. Schamanismus, Medizinmänner, Tempelschlaf des Asklepios).

  • In beiden Bereichen kommt der Haltung des Therapeuten eine besondere Bedeutung zu.