
Das Ziel der Hypnose in Hannover bei Angst, Panik und Phobien ist es, angstbedingtes Vermeidungsverhalten durch eine behutsame Angstkonfrontation zu unterbrechen. Dadurch können über das normale Maß hinausgehende Ängste gelindert oder aufgelöst werden, sodass der Patient dauerhaft entlastet wird. Die normale und gesunde Angstreaktion bleibt dabei stets unberührt.
Die Hypnosetherapie in Hannover ermöglicht eine schrittweise Annäherung an das Angstgefühl, sodass Ängste nachhaltig reguliert werden können. Während der Hypnosebehandlung begleite ich Sie achtsam durch die Angstreaktion und stehe Ihnen dabei als sicherer und stabiler Halt zur Seite.
Kennen Sie Situationen, in denen Sie sich regelmäßig erheblich unwohl fühlen oder sogar in Angst und Panik geraten?
Versuchen Sie, solche Situationen zu vermeiden?
Kennen Sie das Gefühl, plötzlich von starker Angst erfasst zu werden, die Sie nur schwer oder gar nicht kontrollieren können?
Geraten Sie manchmal sogar in Panik?
Haben Sie eine übermäßige Furcht vor bestimmten Dingen, zum Beispiel vor Tieren, anderen Menschen oder Situationen wie Busfahren, Fliegen oder das Verlassen der Wohnung?
Manche Menschen berichten von ganz konkreten Angstsituationen, etwa dem Fahren mit dem Aufzug. Kennen Sie etwas Ähnliches?
Kennen Sie das Gefühl von ausgeprägter Schüchternheit oder starker Verlegenheit?
Manche Menschen leiden darunter, sich ohne oder schon bei geringstem Anlass zu schämen. Sie bemerken, wie sie erröten, ins Schwitzen geraten oder in belastenden Situationen sogar starken Harndrang verspüren, was die Situation zusätzlich verschärft. Kennen Sie so etwas?
Gibt es Ereignisse in Ihrer Lebensgeschichte, über die Sie mit niemandem sprechen und bei deren Erinnerung Sie sich immer wieder schämen? Kennen Sie das von sich selbst?
Im Zustand der Trance kann eine behutsame Konfrontation mit dem Angstgefühl häufig zu einer Linderung oder sogar zu einer nachhaltigen Auflösung der Angst beitragen. Solange der Betroffene vor der Angst ausweicht, behält diese die Oberhand, bestimmt den Alltag und schränkt ihn zunehmend ein.
Gerade aus diesem Grund ist die Angstkonfrontation im Rahmen der Hypnose so bedeutsam. Ziel der Angstkonfrontation ist es, der Angst Schritt für Schritt ihre Macht zu nehmen und wieder mehr innere Freiheit zu ermöglichen.
Ein entscheidender Vorteil der Hypnosetherapie gegenüber anderen Psychotherapieverfahren, wie zum Beispiel der Verhaltenstherapie, liegt darin, dass der Patient zwei Realitätsebenen gleichzeitig wahrnehmen kann.
Einerseits ist dem Patienten jederzeit bewusst, dass er sich während der Hypnosebehandlung in einem sicheren Rahmen befindet. Andererseits erlebt er den hypnotischen Handlungsstrang, in dem angstauslösende Situationen und die damit verbundenen Gefühle innerlich vorgestellt und durchlebt werden.
Ab einer arbeitsfähigen Hypnosetiefe unterscheidet das Gehirn nicht mehr zwischen vorgestellten und realen Erlebnissen. Die imaginierten Szenen werden als real wahrgenommen. Dadurch kann der Patient innerhalb des geschützten Rahmens der Hypnosesitzung eine Situation subjektiver Unsicherheit erleben, ohne tatsächlich gefährdet zu sein. In diesem sicheren Kontext kann sich die Angst lösen und neu verarbeitet werden.
Im Zustand eines Angstanfalls befindet sich der Betroffene ebenfalls in einem Trancezustand. Im Gegensatz zur ressourcenorientierten Lösungstrance, wie sie in der Hypnose bzw. Hypnosetherapie genutzt wird, handelt es sich hierbei jedoch um eine stark belastende Problem- oder Negativtrance („als ob“-Zustand).
Gerade deshalb zeigt Hypnose gute Ergebnisse in der Behandlung von Angst, Panik und Phobien. Menschen mit Angststörungen verfügen häufig über eine ausgeprägte Fähigkeit zur inneren Vorstellung (Suggestibilität). Diese Fähigkeit kann innerhalb der Hypnosetherapie gezielt genutzt werden, um belastende Muster zu verändern und neue, stabilisierende Erfahrungen zu ermöglichen.
Die natürliche Angst vor einer gefährlichen Situation, vor körperlichem Schmerz oder seelischem Trauma wird von einer Angst unterschieden, die pathologische (krankhafte) Züge aufweist. Diese unterscheiden sich in Qualität, Intensität, Häufigkeit und Auslösemomenten.
Zu diesen krankhaften Angstformen zählen unter anderem:
Prüfungsangst
Flugangst
Angst vor dem Zahnarzt bzw. vor zahnärztlichen Behandlungen
frei flottierende Angst, also nahezu dauerhaft bestehende Angst ohne konkreten Auslöser (z. B. generalisierte Angststörung)
Panikattacken (kurzzeitige, extreme Angstreaktionen), häufig ohne bewusst erkennbaren Auslöser und oft mit einer generalisierten Angststörung vergesellschaftet
soziale Phobie (Angst vor Menschen bzw. sozialen Situationen)
isolierte bzw. spezifische Phobien, z. B. Angst vor Mäusen, Spinnen, Flugangst, Höhenangst oder Angst vor Enge (Tunnel, MRT)
Ängste nach traumatischen Erlebnissen, z. B. nach Kriegserfahrungen, Naturkatastrophen oder schweren Unfällen
Mit diesen Angstzuständen gehen häufig überwältigende Gefühle von Erregtheit, Ausgeliefertsein, Ohnmacht und Hilflosigkeit einher. Diese werden oftmals von ausgeprägten vegetativen Reaktionen begleitet, wie zum Beispiel:
Atemnot oder das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können, Engegefühl, Kloßgefühl im Hals oder das Gefühl eines zugeschnürten Halses, Druck auf der Brust, Herzrasen, schwitzige Hände, Schweißausbrüche, Durchfall, Schwindelgefühle, Zittern, Mundtrockenheit sowie ein Gefühl von „weichen Beinen“.
Sekundär kann es zu Kribbelgefühlen in den Armen, Beinen oder um die Mundwinkel kommen. Ursache hierfür ist häufig eine Hyperventilation,
bei der zu viel Kohlendioxid abgeatmet wird. Dadurch kann es zu Veränderungen im Blut kommen.
Abhilfe kann in solchen Situationen eine kontrollierte Kohlendioxid-Rückatmung schaffen. Unter Vorankündigung, psychischer Begleitung und
Beruhigung kann ein Beutel vor die Atemwege gehalten werden, sodass das zuvor abgeatmete Kohlendioxid teilweise wieder eingeatmet wird. Diese einfache Maßnahme der Ersten Hilfe kann dazu
beitragen, das beängstigende Kribbeln in Armen, Beinen oder im Gesichtsbereich zu lindern.
Es gibt zudem organische Erkrankungen, wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, die mit Symptomen von Angst- und Panikzuständen einhergehen können. Daher sollte bei depressiven Symptomen sowie bei Angst- und Panikbeschwerden immer auch an eine körperliche Ursache gedacht werden.
Vor Beginn einer Hypnosetherapie ist es daher wichtig, mögliche organische Ursachen ärztlich abklären und ausschließen zu lassen. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren Hausarzt und lassen Sie eine entsprechende Blutuntersuchung durchführen, insbesondere zur Kontrolle folgender Werte:
Schilddrüsenwerte
Nierenwerte
Leberwerte
Serum-Ferritin-Wert (insbesondere bei Frauen)
Angst kann als eigenständiges Störungsbild auftreten oder als Begleitsymptom einer psychischen Erkrankung vorhanden sein.
Schwere Angstzustände sollten behandelt werden, da sie sich mit der Zeit häufig manifestieren und verstärken. Die Einschränkungen im Alltag nehmen dabei zunehmend zu und können zu ausgeprägtem Vermeidungsverhalten sowie sozialem Rückzug führen. Kurzfristig kann dieses Vermeidungsverhalten zwar eine Linderung der Symptome bewirken, langfristig jedoch trägt es zur Aufrechterhaltung und Verfestigung der Angst bei.
Je länger eine Angststörung bereits besteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nervenzellen im Gehirn auf die Wahrnehmung und Verarbeitung von Angst spezialisiert haben. Unser Gehirn ist jedoch kein starres Gebilde. Durch die Neuroplastizität ist es in der Lage, neue neuronale Verbindungen zu bilden.
Negative Gedankenmuster und wiederkehrende Angstgedanken können dabei neue „neuronale Bahnen“ entstehen lassen, die sich zu einem stabilen Netzwerk verbinden. Wird dieses Netzwerk regelmäßig aktiviert, wird es zunehmend stärker und dominanter. Je weniger stark das Gehirn bereits auf Angst fokussiert ist, desto besser kann eine hypnotherapeutische Behandlung ansetzen, da diese negativen Netzwerke noch nicht stark ausgeprägt sind.
Je länger und intensiver angstbesetzte Gedanken bestehen, desto stabiler ist das entsprechende Angstnetzwerk. In solchen Fällen kann das therapeutisch erreichbare Ziel im Rahmen einer Hypnosetherapie unter Umständen vor allem in einer Linderung der Angstsymptome liegen.
Insbesondere bei der generalisierten Angststörung ist häufig mit einer längeren Behandlungsdauer zu rechnen. Dabei handelt es sich um eine unspezifische, frei flottierende Angst, die meist über einen längeren Zeitraum hinweg nahezu dauerhaft vorhanden ist.
Letztlich kann jedoch nur die konkrete Durchführung einer Hypnosebehandlung Aufschluss darüber geben, wie gut ein einzelner Patient darauf anspricht. Das Ansprechen auf Hypnose ist individuell sehr unterschiedlich.
