Ich bin ich, aber ich bin nicht wie ich war.

Ich werde nicht sein wie ich war, aber ich werde sein.

Trauer

Der Trauer gemeinsam Zeit und Raum geben

Bewusstes Zulassen von Trauerprozessen

Angst, Trauer, Panik, Depressionen (Licht und Dunkelheit), Schlafstörungen, Burnout, Krebs, Trauma, Sucht
Psychotherapie und Psychoonkologie DKG Yvonne Gardi Hannover

Trauer ist ein Gefühl mit dem unsere Gesellschaft stiefmütterlich umgeht. Daher ist die „Unfähigkeit zu trauern“ weit verbreitet und wir treffen häufiger auf „Depressionen“ wo eigentlich Trauer geboten wäre. Trauer hilft, Verluste zu verarbeiten und die dadurch entstandenen Wunden zu „heilen“. Wichtig ist, Trauer zuzulassen und konstruktiv mit ihr umzugehen.

Wenn uns die Trauer verboten wird oder wir versuchen sie zu unterdrücken, kommt es häufig zu Depressionen oder anderen psychischen Störungen.

Das Zulassen können von Trauer, das „Traurig sein Dürfen“ ist eine notwendige und sinnvolle Voraussetzung für die produktive Verarbeitung von Schlusssituationen.

Der Trauer Zeit geben und sich der Vielfältigkeit von Trauer bewusst werden.

Trauer ist eine sinnvolle Reaktion auf Verlust, Trennung, Abschied und Enttäuschung. Eine Vielfalt von Lebensereignissen kann Trauer auslösen. Zu ihnen gehören nicht nur Todesfälle, sondern auch Fehlgeburten, Geburten behinderter Kinder, Trennungen (z.B. Scheidung), Ablösung von Kindern aus dem Elternhaus, alt und krank werden (Abschied von Jugend und Gesundheit, Verlust der Heimat, berufliche (Kündigung, Berentung) und materielle Verluste (Diebstahl, Verarmung) sowie die Erkenntnis, Wichtiges unwiederbringlich versäumt zu haben bzw. Lebensziele nicht mehr erreichen zu können. Wann immer wir von einem solchen Ereignis betroffen sind, sollten wir uns fragen, ob wir diesem genügend Raum und Zeit für das Trauern einräumen. Die Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit bringt ständige Veränderungen mit sich und ist somit eine ständige Quelle von Verlust und Trauer.

 

Besonders schwierig sind Übergänge, die plötzlich passieren. Auf sie können wir uns nicht einstellen, sie verändern unser Leben manchmal sogar von einem Tag auf den anderen.

Unsere Seele benötigt Zeit um sich an eine neue Situation anzupassen.

  • Wir werden krank.
  • Wir entdecken die Untreue des Partners.
  • Wir bekommen die Kündigung oder eine Beförderung.
  • Wir wurden von unserer Familie verstoßen
  • Wir müssen einen geliebten Menschen beerdigen.

Gerne unterstütze und begleite ich Sie in Ihrer Trauerarbeit sowie auf dem Weg in eine neue veränderte Lebensphase.

 

Ob das, was uns passiert, erwartet oder unerwartet ist oder ob es sich um ein Nichtereignis (wie z. B. die nicht erfolgte Heirat) handelt, es verändert auf jeden Fall unser Leben. Wir müssen uns auf eine neue Situation einstellen, uns von einem Zustand, der nicht mehr gilt, lösen. Wir müssen akzeptieren, dass etwas definitiv vorbei ist und nun eine neue Lebensphase folgt. Das ist eine klar definierte Aufgabe, bei der die meisten von uns jedoch einen gravierenden Fehler machen:

 

Wir lassen uns keine Zeit für den Abschiedsschmerz.

Wir dürfen der Trauer ihre Individualität belassen

Auch wenn typische Trauerphasen beschrieben werden, trauert letztendlich jeder Mensch individuell. Es macht daher wenig Sinn und kann sogar sehr grausam sein, von Verlusten betroffenen Menschen vorzuhalten, wie sie zu trauern haben (nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu laut usw.).

 

Trauer und die damit verbundenen Emotionen erfordern Raum und Zeit. Haltend, in einem geschützen Rahmen, können Sie Ihren Emotionen Raum und Zeit einräumen, ihnen begegnen und so das Geschehene verarbeiten. Hier dürfen Sie "SEIN".

  • Das emotionale Durchleben der Trauer „Fühlen“
  • Der Versuch, das Geschehene zu verstehen „Denken“,
  • Aktivitäten zur Bewältigung des neu entstandenen Chaos „Tun“
  • Das beschränkte Weiterfunktionieren „Vermeiden“,

sind prinzipiell gleichberechtigte Strategien. Manche Trauerprozesse können Jahre dauern, andere nur Wochen oder Monate. Der Trauerprozess ist ein emotional stark belastender und manchmal dramatisch verlaufender Vorgang.

 

Trauer ist das „Verschmerzen eines Verlustes“.

 

Werden die Abschiede, die Trennungen, die Verluste nicht „verschmerzt“, bleibt dieser Schmerz eingedickt zurück und verstellt als seelischer Pfropfen den Zugang zu einer anderen Realität mit neuen Möglichkeiten.

Trauerschmerz durchleben und Trauer als Heilungsvorgang verstehen

Bei Befindlichkeitsstörungen ist heute ein vermehrtes Zurückgreifen auf Betäubungsmittel wie Alkohol, Nikotin und Medikamente zu beobachten, um die „negativen Gefühle“ zu überdecken bzw. zu betäuben. Der Trauernde tut sich damit sicherlich keinen Gefallen, da hieraus wieder andere Probleme entstehen. Ähnlich wie andere „Symptome“ weist der Trauerschmerz auf Wunden hin, die es zu „heilen“ gilt. Wer versucht, mit den o. g. Substanzen den Schmerz wegzunehmen, riskiert, dass die eigentliche Wunde unnötig lange offen bleibt. Wir müssen uns verdeutlichen, dass Trauer keine lebensbedrohliche Krankheit ist, die Sofortmaßnahmen erfordert, sondern vor allem Zeit. So wie der Körper bei schweren Wunden genügend Zeit benötigt, um zu heilen und neue Strategien zu entwickeln (um Verlorenes zu kompensieren), braucht jeder Mensch Zeit und Schonung, um durch Trauer zu heilen.

 

Ein Veränderungsprozess bedarf Geduld, Zeit und Raum. Die Herausforderungen, die Übergänge an uns stellen, sind groß. Oft wissen wir nicht mehr, wohin wir gehören und können uns unsere Zukunft nicht vorstellen. Wir sind nicht mehr die Person die wir mal waren, und wir wissen nicht wer wir nun werden. Wie eine Schlange die sich häutet. Wir fühlen uns nackt, verletzlich und ungeborgen.

Gerne erarbeite ich mit Ihnen gemeinsam Rituale, um den Gefühlen Ihres Trauerprozesses Zeit und Raum zu geben.